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Hilfsmittel gegen Angst vor Prüfung oder dem Fahren – helfen Tabletten oder Beruhigungsmittel wirklich?

  • 3. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Mai

Wenn die Angst zu stark wird, kommt bei vielen irgendwann der Gedanke:

„Gibt es nicht irgendetwas, das mir einfach die Angst nimmt?“

Vielleicht hast du selbst auch schon nach Beruhigungsmitteln gesucht, nach pflanzlichen Kapseln oder nach Tabletten, die dich irgendwie ruhiger machen und dir die Angst vorm Fahren oder vor der Prüfung nehmen sollen.

Und ganz ehrlich: Dieser Wunsch ist total verständlich. :)

Wenn dein Körper in der Fahrstunde immer wieder in Stress gerät, wenn dein Herz schneller schlägt, deine Gedanken kreisen und du dich einfach nur unruhig fühlst, dann willst du vor allem eins: Dass es aufhört.



Welche Hilfsmittel es grundsätzlich gibt


Nun, es gibt tatsächlich verschiedene Dinge, die Menschen in solchen Situationen ausprobieren. Das sind z.B.


  • pflanzliche Mittel wie Lavendel oder Baldrian

  • freiverkäufliche Präparate aus der Apotheke

  • in manchen Fällen auch verschreibungspflichtige Medikamente


Manche berichten, dass sie sich damit ruhiger fühlen oder eben weniger gestresst sind.

Auch ich selbst habe in Phasen in denen es bei mir emotional sehr stressig ablief, zum Beispiel mit Lavendelkapseln sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie halfen mir, ein bisschen Abstand von dieser inneren Unruhe zu bekommen und sie haben mein Gedankenkarussell wenigstens gelegentlich gestoppt. :)

Solltest du diese gerne ausprobieren wollen, empfehle ich dir, auf eine gute Bioqualität zu achten und eine ausreichende Dosierung pro Kapsel von rund 80mg.


Lavendelkapseln beeinflussen laut Hersteller die Fahrtüchtigkeit nicht. Dennoch solltest du UNBEDINGT deine persönliche Reaktion auf diese Art von Hilfsmitteln testen - ausreichend VOR der Fahrstunde und NICHT im Auto oder Straßenverkehr.



Warum Hilfsmittel die Angst aber nicht wirklich lösen


So hilfreich sich manche Dinge kurzfristig anfühlen können – sie verändern nicht das, was da eigentlich in einem passiert.

Fahrangst (oder Angst und Unruhe im Allgemeinen) entsteht nicht, weil dir „etwas fehlt“, das du einnehmen müsstest.

Sie entsteht, weil dein Körper gelernt hat, in bestimmten Situationen mit Stress zu reagieren. Das bedeutet:

Selbst wenn deine Symptome kurzfristig gedämpft werden, bleibt die eigentliche Reaktion im Hintergrund leider bestehen und genau deshalb kommt die Angst dann auch oft einfach wieder zurück. Daraus kann sich schnell ein Teufelskreis entwickeln und wenn man mal ehrlich ist, auch eine gewisse Abhängigkeit.


Dazu kommt - Alles, was deine Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit beeinflusst, kann im Straßenverkehr äußerst problematisch sein.

Deshalb ist es wirklich wichtig:

  • nichts einzunehmen, bei dem du dir unsicher bist, wie es auf dich wirkt

  • mögliche Nebenwirkungen ernst zu nehmen (z. B. Müdigkeit oder verlangsamte Reaktion)

  • im Zweifel Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker zu halten

Auch pflanzliche Mittel sind nicht automatisch „harmlos“, nur weil sie natürlich sind!



Was dir stattdessen wirklich helfen kann


Langfristig wird es dir helfen, zu verstehen was da in deinem Körper passiert. Zu lernen, wie du dich selbst regulieren kannst und IN DIR SELBST ein Gefühl von Sicherheit und zurückerlangter Kontrolle aufbauen kannst.

Das dauert natürlich etwas länger, als einfach nur eine Kapsel zu schlucken - aber glaub mir, es ist so viel mehr Wert am Ende. :)



Zum Abschluss


Hilfsmittel können für manche Menschen eine Unterstützung sein. Aber sie sind keine Lösung für Fahrangst.

Hey, du musst dich doch nicht betäuben, um durch eine Fahrstunde zu kommen.

Und du musst auch nicht alleine damit klarkommen.

Es gibt einen anderen Weg, und der beginnt damit, dich selbst besser zu verstehen.


Du wirst das schaffen! ❤️





 
 
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