Ich bin einfach zu schlecht fürs Autofahren – was stimmt nicht mit mir?
- 3. Mai
- 2 Min. Lesezeit
So, du sitzt wieder im Auto.
Die Fahrstunde läuft eigentlich ganz okay und dann passiert es wieder.
Eigentlich nur ein kleiner Fehler. Vielleicht beim Abbiegen, beim Einordnen oder beim Schalten. Nichts Dramatisches, aber in deinem Kopf geht sofort wieder das gleiche los:
„Ich kann das einfach nicht. Andere kriegen das doch auch hin. Ich stelle mich einfach zu dumm an.“
Und plötzlich ist da nicht nur Anspannung, sondern auch der Kloß im Hals, ein Gefühl von Scham, aufgeben wollen und dieses miese Gefühl, dass mit dir etwas nicht stimmt.
Wenn du das kennst: Du bist damit nicht alleine! Das möchte ich immer wieder betonen! Und vor allem bedeutet es nicht, dass du zu schlecht fürs Autofahren bist. :)
Hier möchte ich dich einfach erstmal ganz herzlich in den Arm nehmen und dich trösten.
Warum denkst du denn, dass du „zu schlecht“ fürs Autofahren bist?
Naja, beim Autofahren musst du viele Dinge gleichzeitig tun:
beobachten
entscheiden
reagieren
und dabei noch ruhig und besonnen bleiben
Das alles unter Zeitdruck und oft mit jemandem neben dir, der dich bewertet und auch immer irgendwie ein bisschen sauer wird, wenn es nicht endlich klappt.
Kein Wunder, dass dann Fehler passieren.
Dein Gehirn macht daraus aber schnell etwas Persönliches:
Nicht „Ich habe einen Fehler gemacht“, sondern: „Ich bin der Fehler.“
Aber genau in dem Moment entsteht noch mehr Stress. Letztendlich wertest du dich selbst ab und es beginnt ein Teufelskreis aus eigener Überzeugung Versagensangst. Auch wenn du das natürlich an sich nicht möchtest.
Was wirklich hinter deinen Fehlern steckt
Die meisten Fahrschüler, die so denken, sind natürlich nicht „zu schlecht“.
Sie sind einfach überfordert, angespannt und stehen vor allem unter enormen Druck.
Der Körper versucht hier nur wieder, sie zu schützen.
Das Problem ist also nicht dein Können, sondern dein Zustand in DIESEM Moment.
Das ist wichtig - es ist in DIESEM Moment und es hat absolut nichts mit DIR und deinem Sein zu tun!
Wenn du merkst, dass dich die Situation in der Fahrstunde generell stresst, lies auch diesen Artikel:
Ein paar Worte zum Schluss:
Ich arbeite seit vielen Jahren als Fahrlehrerin und sehe genau das jeden Tag
.Menschen, die glauben, sie wären „zu schlecht“, obwohl sie eigentlich nur unter zu viel Druck stehen.
Du musst dich nicht mehr zusammenreißen. Und du musst auch nicht alleine versuchen, das zu lösen.
Manchmal reicht ein anderer Blick darauf und ein Weg, deinen Körper wieder runterzuholen, statt ihn noch weiter zu stressen.
I feel you ❤️



